Baja Deutschland – Allgemeine Zusammenfassung – das war die Rally!

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10 Jahre “Baja Deutschland”, 20 Jahre “4×4 Club Leipzig” – eigentlich wollten die Veranstalter der Rally in diesem Jahr gleich ein doppeltes Jubiläum feiern – doch das deutsche Herbstwetter wollte so gar nicht mitspielen. Man kann es auch so sagen: Die 10. Ausgabe der Baja im Tagebau Profen bei Leipzig wurde “unvergesslich”…

Bereits der Donnerstag, Anreisetag und reserviert für die Papier- und Technische Abnahme, wurde zur Herausforderung. Der Orkan “Xavier” traf das Rallycamp zwar nur kurz mit seinen Ausläufern, aber dennoch heftig. Während es im Fahrerlager zahlreiche Zelte aus den Verankerungen riss, mussten selbst die grossen Veranstaltungszelte mit schweren Lkw gesichert werden – das gab es so noch nie.

Der Sturm sorgte auch teilweise für Verzögerungen bei der Anreise, einige Strassen und Autobahnen waren wegen umgekippter Lkw oder umgestürzter Bäume betroffen. So entschloss sich die Organisation kurzfristig, die Abnahme bis zum Freitag Morgen zu verlängern. Trotz aller Widrigkeiten gelang dies – und so konnte man am Freitag Mittag pünktlich in den Prolog (WP01) über knapp 8 Kilometer starten.

Traditionell wurde zwischen den Klassen Motorrad/Quad/ATV sowie SSV/Auto/Truck unterschieden. Die Strecken sind für beide Gruppen gleich, damit man aber (aus Sicherheitsgründen) nicht zusammen fährt ging man zeitversetzt ins Rennen.

Zur WP02 über knapp 80 Kilometer, ebenfalls am Freitag, passte noch Alles. Während die erste Gruppe am späten Nachmittag mit einem gigantischen und aufsehenerregenden Massenstart die Baja eröffnete, wurde die Etappe für die “Grossen” als Nachtetappe am späten Abend gestartet – ebenfalls mit einem Massenstart, allerdings in grösseren Gruppen. Es wurde ein besonderes Ereignis ganz im Dunkeln – und alles lief erstaunlich gut und schnell vonstatten.

Der Samstag begann kalt aber sonnig – und mit einer Überraschung: Aufgrund ungeplanter Arbeiten im Tagebau konnte die eigentlich geplante Etappe zumindest für die Bikes und Quads/ATV nicht gefahren werden, spontan entschloss sich die Organisation, die Prologetappe nochmals zu fahren – allerdings in mehreren Runden.

Für die SSV/Autos/Trucks blieb es bei der geplanten Strecke, der Start wurde lediglich etwas nach hinten verschoben. Während die ersten Runden planmässig verliefen setzte nach einiger Zeit Starkregen ein, die Strecke wurde zunehmends schlammiger – bis an einigen Stellen “Land unter” gemeldet wurde. Einige Teilnehmer fuhren sich fest, das Rennen staute sich dahinter, die Dunkelheit setzte ein. Als immer mehr Stellen problematisch wurden entschied sich die Organisation für einen Abbruch: Statt sieben Runden wurde nach der dritten Runde abgewunken.

Der Sonntag begann nach einer durchregneten Nacht nass aber sonnig und die Bikes und Quads/ATV konnten wie geplant in die 4. WP starten, auch wenn es zu einer spannenden Rutschpartie wurde.

Doch dann kam erneut der Regen – und hörte nicht mehr auf. Die Strecke erwies sich letztlich für die SSV, Autos und Trucks als unfahrbar, immer wieder gab es Erdrutsche oder Auswaschungen in der Etappe. Die Organisation versuchte noch spontan eine Ausweichstrecke zu schaffen – doch das erwies sich als “nicht machbar”. Schweren Herzens kam die Entscheidung: “Wir müssen die 4. Etappe für die SSV, Autos und Trucks leider absagen.” Eine schwere aber richtige Entscheidung, wäre es aufgrund der Streckenverhältnisse sicher nicht ohne Unfälle ausgegangen…

Wie zum Hohn verzog sich am Sonntag Nachmittag der Regen, die Sonne kam wieder hervor… und wer nicht schon vorzeitig abgereist war liess die Rally am Abend mit der vorgezogenen Siegerehrung ausklingen.

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