Baja Deutschland SUMMARY: Die grossen Autos der Rally 2017

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Zu den grossen Autos – 67 an der Zahl. Die ansonsten getrennten Klassen T1 (Prototyp) und T2 (Seriennah) fahren hier gemeinsam – damit ist im Prinzip schon klar, das man mit einem T2 hier kaum eine Chance auf einen Gesamtsieg haben wird. Dennoch wagten sich viele T2 ins Rennen, nicht nur aus Spass, sondern auch wegen der Wertung für die Deutsche Meisterschaft GORM und die Holländische Meisterschaft NKORR – für beide Serien war die Baja Deutschland das grosse Finale, in vielen Klassen ging es um die regionalen Titel.

Das “Who-is-Who” der vor allem deutschen und holländischen Szene war (fast) komplett vertreten, die Fahrzeuge durchgehend hochkarätig. Mit Spannung erwartet wurde u.A. der Auftritt der nagelneuen Bowler Bulldog aus Grossbritannien, nach dem Tomcat, Wildcat und Nemesis die neueste Erfindung der britischen Rallyfahrzeug-Schmiede.

Der Auftakt gelang: Die Briten Alex Cole und Emma Osman gewannen den Prolog mit ihrem Bulldog nur 8 Sekunden vor dem holländischen Land Rover Proto von Rients Hofstra und Everet Boersma sowie 15 Sekunden vor den Vize-Siegern 2015, Eelco Bekker und Sijbrand Booij aus Holland im 4×4-Ermelo Toyota Land Cruiser.

Danach fielen die neuen Bulldog weiter zurück, hatten teils mit Elektrik-Problemen zu kämpfen. An der Spitze behaupteten sich in WP02 die Holländer Hofstra / Boersma mit 01:34:02 Stunden, auf Platz 2 schafften es die Belgier Kevin Theuwissen / Paesen Wouter (Toyota Land Cruiser, +5:50) vor den ehemaligen Baja-Siegern Rick und Nientje Aarts im bewährten Bowler Wildcat (+8:44).

Am Samstag wurde es dann spannend: Hofstra / Boersma (02:25:54) und Aarts / Aarts (02:34:29) setzen sich konsequent an der Spitze ab, dahinter tauchte überraschend ein weiterer Bowler Wildcat der Tschechen Lubos Mares / Peter Hauptmann (+10:53) auf, verfolgt von den beiden Mercedes G des französisch-holländischen Duos Van Liefland / Raymond (Ex-Sieger Fahrzeug aus der deutschen Rallyschmiede Beier, +11:42) und der Deutschen Konnie Theobald / Robin Lippe (+14:39).

In fast genau dieser Reihenfolge blieb dann auch das Gesamtergebnis, nur der tschechische Bowler tauschte seinen dritten Platz mit dem Ex-Beier Mercedes. Hofstra / Boersma gewannen mit ihrem Pickup in 04:07:11 Stunden vor dem Vater-Tochter Duo Aarts / Aarts (+17:32) und Van Liefland / Raymond (+24:34). Die Tschechen Mares / Hauptmann fielen mit 4:28 Minuten Rückstand auf den französisch-holländischen Mercedes und 29:02 Minuten gesamt auf Platz 4 vor Theobald / Lippe (+30:21).

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